Sri Lanka
In Sri Lanka haben wir eine 10-tägige geführte Rundreise gemacht. Gestartet sind wir in Colombo. Am Flughafen wurden wir sehr herzlich von unserem Guide empfangen. Dann ging es auch schon los! Die nächsten 10 Tage hat er uns überall hin begleitet und uns einmal quer durch Sri Lanka gefahren, und wieder zurück. Von Colombo sind wir direkt weiter nach Negombo gefahren und haben in einem schönen Strandhotel übernachtet. Schon dort ist uns die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen aufgefallen und das hat sich während unserer gesamten Reise durch Sri Lanka immer wieder bestätigt. An unserem ersten Morgen sind wir dann bereits zu einem unserer Highlights gefahren: zur Elephant Orphanage. Man kann zuschauen, wie die Elefanten im nahegelegenen Fluss baden und sie sogar mit Bananen füttern. Auf dem Weg dahin gibt es einige Geschäfte mit Souvenirs und Handwerk. In einem der Läden erfährt man alles über „Poo Paper“, einem Papier, das aus dem Dung der Elefanten hergestellt wird. Kaufen kann man z.B. Notizbücher, Bilderrahmen und Figuren aus Papier.
Spontan haben wir uns dazu entschieden, auch noch das „Baden mit einem Elefanten“ zu buchen und so durften wir einem riesigen Exemplar den Rücken schrubben. Im Anschluss daran bekamen wir von dem Elefanten eine Wasserdusche.
Am nächsten Tag ging es weiter zum bekannten Sigiriya-Felsen und mit dem TukTuk in die umliegende Umgebung. So hatten wir von unterschiedlichen Perspektiven einen tollen Blick auf den Felsen und haben nebenbei noch viel über die Geschichte erfahren.
Auch am dritten Tag haben wir einiges erlebt: mit dem Ochsenkarren, einem einheimischen Bauern und seinem Sohn ging es zunächst zu einem See, dann mit dem Boot (von den beiden selbst gerudert) zu einem einheimischen Dorf. Auf dem Wasser wurden nebenbei noch Hüte und Blumensträuße aus den Seerosen geflochten. Im Dorf angekommen wurden wir strahlend von einer Dorfbewohnerin empfangen, die uns alles über das Leben vor Ort erzählt hat. Die Dorfbewohner bauen auf ihren Feldern alles selbst an, was sie zum Leben brauchen. So haben wir gelernt wie Reismehl hergestellt und daraus eine Art Fladen über dem offen Feuer gebacken wird. Dazu wird eine Mischung aus Kokosnuss, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen gereicht.
Am nächsten Tag erwartete uns ein weiteres Highlight: wir gingen auf Safari! Mit dem Jeep ging es durch den Minneriya National Park. Wir mussten nicht lange warten, da tauchte bereits eine ganze Herde Elefanten vor uns auf. Was für ein Erlebnis, diese großartigen Tiere in freier Wildbahn zu sehen! Abends im Hotel wurde extra für uns ein typisches, traditionelles Gericht gekocht. Es gab Reis mit einer riesigen Auswahl an Beilagen, sowohl warm als auch kalt, die alle separat in kleinen Schälchen serviert wurden. Im Dunkeln durfte man das Hotelgelände nicht verlassen, weil in der Gegend wilde Elefanten unterwegs sind.
Auf dem Weg nach Kandy haben wir eine der größten Holzfabriken in Sri Lanka besucht. Dort werden aus den unterschiedlichsten Holzarten z.B. Möbel, Türen und Dekoration hergestellt. Wir durften sogar selbst das schnitzen ausprobieren. Kleine Elefantenfiguren und Kugeln zum aufhängen wurden per Hand bemalt.
Unser nächster Stop war ein botanischer Garten mit vielen heimischen Pflanzen, darunter Pfeffer, Tee, Kaffee, Aloe Vera, Zimt und viele Heilpflanzen. In Sri Lanka hat jede Familie einen eigenen Garten mit verschiedenen Heilpflanzen. Wenn man krank ist, versucht man sich zunächst mit den Pflanzen aus dem Garten zu heilen. Wenn etwas fehlt, fragt man einfach beim Nachbarn.
In Kandy angekommen, haben wir uns zunächst die Stadt, einen Aussichtspunkt auf dem gegenüberliegenden Berg und ein kleines Museum über die Edelsteingewinnung in Sri Lanka angesehen, bevor es abends zu einer traditionellen Tanzshow ging. Gezeigt wurden typische Kostüme, Tänze und Rituale, sogar mit einer Feuerdarbietung.
An unserem fünften Tag sind wir von Kandy mit dem Zug nach Ella gefahren. Die Fahrt gilt als Highlight, mitten durch die hügelige Landschaft und durch Teeplantagen, vorbei an kleinen Dörfern. Zwischen den Waggons lassen sich auch während der Fahrt die Türen öffnen und man kann sich den Fahrtwind um die Ohren wehen lassen. Für uns war es dann aber doch mehr eine ganz normale Bahnfahrt und nicht wirklich etwas besonderes, zumal wir erst abends mit ordentlich Verspätung an unserem Ziel angekommen sind. So haben wir auch erst am nächsten Morgen die tolle Aussicht von unserem Hotelzimmer über die Berge gesehen, die wirklich beeindruckend war!
Mit dem TukTuk sind wir an diesem Tag zur Nine Arches Bridge gefahren. Wenn kein Zug kommt, kann man auf der Brücke und den Schienen laufen. In der Nähe haben wir die Teeplantage Halpé Tea besichtigt und eine Führung über das Fabrikgelände bekommen. Dabei haben wir alles über die Teeherstellung, die unterschiedlichen Sorten und Qualitätsmerkmale erfahren und durften am Ende an einer kleinen Verkostung teilnehmen. Man kann auch direkt vor Ort Tee erwerben. Auf dem Rückweg zum Hotel haben wir uns noch einen Wasserfall angeschaut.
Danach ging es ein zweites Mal auf Safari! Mit dem Jeep sind wir quer durch den Yala National Park gefahren und haben dabei Elefanten, Krokodile und sogar Leoparden in freier Wildbahn gesehen! Ein unvergessliches Erlebnis! Übernachtet haben wir in einem Hotel im Nationalpark mit kleinen Bungalows. Wenn man zum Essen ins Hauptgebäude gehen wollte, musste man vorher anrufen und wurde dann von einem Ranger abgeholt, damit man auf dem Weg dorthin nicht von wilden Tieren überrascht wird. Es ist schon vorgekommen, dass Elefanten über die Terrasse des Hotels spaziert sind und Krokodile haben wir auch nicht weit vom Pool entfernt gesehen.
Wieder an der Küste angekommen, kann man gegen wenig Geld Fischern beim angeln zusehen. Sie demonstrieren wie früher die Fische in dieser Gegend gefangen wurden, sitzend auf dünnen Holzstäben im seichten Wasser mit nur einem spitzen Holzstab als Angel in der Hand.
In Galle haben wir den Tag ausklingen lassen. Es ist eine kleine historische Stadt mit alter Stadtmauer und schönem Leuchtturm.
Weiter ging es mit einem kleinen Boot auf dem Fluss Madu Ganga durch die Mangroven zu einer Insel, wo uns ein Einheimischer alles über Zimt erzählt hat. Zunächst haben wir uns die Pflanzen angeschaut, aus deren Rinde Zimt gewonnen wird. Danach haben wir erfahren, wie die Rinde getrocknet und weiterverarbeitet wird.
Einen weiteren Stop haben wir bei einer Schildkröten-Aufzuchtstation gemacht, bei der wir viel über die Verhaltensweisen der Tiere und die Arbeit der Helfer vor Ort gelernt haben. Dort wurde auch eine Albino-Schildkröte aufgenommen, die in freier Wildbahn nicht überlebensfähig wäre.
Unseren letzten Tag haben wir mit einer Stadtführung durch Colombo verbracht. Danach ging es für uns zurück zum Flughafen, wo wir uns von unserem Guide verabschiedet haben. An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank für diese tolle Zeit! Wir werden Sri Lanka immer in guter Erinnerung behalten.